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|  | "Es wird eine Zeit kommen, da man erkennt, dass alles Kranksein von den Gedanken kommt." (Wilhelm von Humboldt')
|  |  |  | Eine Lebensschule ...
... was darf man sich darunter vorstellen? Und wozu soll das nützlich sein? Als Gegenfrage könnte man stellen: "Können Sie sich vorstellen, auf dem Fahrersitz eines Autos zu sitzen, den Motor zu starten und drauf los zu fahren, ohne je gelernt zu haben, wie man fährt, wie man die Bremsen, die Lenkung und die Kupplung benutzt?" Wie groß wäre dabei die Gefahr eines Unfalls und wie schmerzhaft die Unsicherheit und Angst des Fahrers? Während wir in unseren Kindergärten, Schulen und Universitäten so vieles zu lernen scheinen, bleibt uns ein nicht unwesentlicher Aspekt der menschlichen Natur beinahe ein Leben lang ein Rätsel: Der menschliche Geist! Ähnlich wie der Autofahrer, der nie eine einzige Fahrstunde besucht hat, fühlen wir uns nicht selten hilflos, angesichts der Funktionsweisen unseres Geistes, da uns diese nie beigebracht wurden. Gedanken kommen und gehen, überfluten uns mit zahlreichen Impulsen, verselbständigen sich und scheinen ein wahres Eigenleben zu führen. Sie produzieren Emotionen, schöne und schreckliche, und wir befinden uns inmitten dieses Wirrwarrs, scheinbar hilflos den Launen unseres Gedankenapparates ausgeliefert. Wie funktioniert er, dieser menschliche Geist, der uns ausmacht ? Was wissen wir über seine Zustandsformen, das Schlafen, Wachen, Träumen? Wie und wo entstehen unsere Vernunft, unser Wille, unsere Sinnlichkeit und unsere Gefühle? Und vor allem, wie lässt er sich lenken, dieser (scheinbar) unberechenbare Aspekt, der unser Wesen bildet und bestimmt? Die Schulmedizin weiß heute, dass ein großer Teil aller Erkrankungen aus der Psyche, der Seele, dem Geist des Menschen entstehen; und dass Stress, Unruhe und instabile Beziehungen uns krank machen. Wir fühlen uns getrieben, können nicht abschalten, haben Beziehungen, die in die Brüche gehen, setzen uns unter Druck oder lassen uns gehen.Wir tun, was wir nicht tun wollen, und finden nicht, was wir uns wünschen. Und all dies, weil unsere Eltern und Lehrer selbst nicht wussten, wie man mit dem menschlichen Geist umgeht, wie man ihn kennen lernt, lenken lernt und auf diese Weise - endlich! - nicht mehr Opfer von negativen inneren Bildern, quälenden Gedanken und unbeherrschbaren Gefühlen bleibt. Dr. David Frawley, ein international bekannter Ayurveda-Spezialist, schreibt darüber treffend: "Alle Probleme, die im Laufe des Lebens auftauchen, kann man letztlich darauf zurückführen, dass wir unseren Geist nicht kennen und nicht wissen, wie er funktioniert. Aus diesem primären Problem ergeben sich verschiedene sekundäre Probleme - die Frage, wie wir unsere Wünsche erfüllen sollen oder wie wir das meiden können, wovor wir uns fürchten. Probleme, die sehr wichtig erscheinen und die doch nur eine natürliche Konsequenz dieser grundsätzlichen Unwissenheit sind. Wenn wir zum Beispiel nicht wissen, wie man ein Auto fährt, dann ist die Frage nach dem "Wohin?" unwichtig. Wir sehen in diesen sekundären Problemen jedoch die primären, oder machen andere dafür verantwortlich. Wir machen sie zu sozialen, moralischen oder politischen Angelegenheiten, weil wir nicht erkennen, dass sie alle denselben Ursprung haben - die mangelnde Kenntnis des Geistes." (D. Frawley, Vom Geist des Ayurveda S. 46, Windpferd Verlag). Da wir die Funktionsweise unseres Geistes nicht kennen und nicht wissen, wie wir ihn lenken können, empfinden wir immer wiederkehrend Ärger, Frustration, Enttäuschung, Angst und Unzufriedenheit. Alle gesellschaftlichen Probleme basieren auf diesen Gefühlen: Die Gewaltbereitschaft vieler Menschen, Gier, Hass, Neid, Einsamkeit, Eifersucht und Konkurrenzkampf. Wüßten wir, wie wir uns selbst in einen Zustand inneren Friedens versetzen, und wie wir Liebe, Mitgefühl, Zufriedenheit und Freude zu den vorherrschenden Qualitäten unseres Geistes machen können, so würden wir auch anderen Menschen nur mit denselben Qualitäten begegnen. Die Art und Weise, wie wir anderen gegenüber treten, ist die Art und Weise, wie wir uns selbst begegnen und spiegelt den Zustand unseres Geistes wider.
Neben der Fähigkeit, unseren eigenen Geist zu kennen und lenken zu können, ist es von großem Vorteil zu wissen, von welcher Art von Energien und Schwingungen wir umgeben sind. Schauen Sie in den Raum, indem Sie sich in diesem Augenblick befinden. Das, was Sie für "Luft" halten ist in Wahrheit kein leerer Raum. Der Raum um uns herum, ist angefüllt von unterschiedlichsten Energien und Schwingungen. Angefangen bei den Energien unserer Aura, bzw. unserers Energiekörpers, bis hin zu zahlreichen anderen Energieformen, welche von der Wissenschaft noch nicht alle verstanden werden. Dass jegliche Materie auf der ebene des Quants (kleinste, nicht mehr weiter teilbare Einheit eines Atoms) letztlich aus Schwingung besteht, weiß die Quantenphysik seit vielen Jahren. Andere Physiker haben wiederum andere Schwingungen entdeckt, mit deren Hilfe wir alle täglich Fernseh schauen und Radio hören. Die Tatsache, dass ein Bild und ein Ton, die zum Teil Tausende von Kilometern weit entfernt entstanden sind, mühelos auf unserem Fernsebildschirm sichtbar werden, verdanken wir dem Physiker Heinrich Hertz (1857-1894). Er lernte eine bestimmte Schwingung, die uns permanent umgibt, nutzbar zu machen, indem die Schwingung von einem Sender ausgestrahlt, und einem Empfänger (Radio oder Fernseher) empfangen und mittels zahlreicher elektronischer Bauteile in Bild und Ton umgewandelt wird. Die Träger dieser Bilder, also das Gefährt, sind jedoch reine Schwingungen, also jene unsichtbaren Energiewellen, welche den Raum ausfüllen und durchdringen.
Die Hertz-Schwingung wurde von unserer Wissenschaft bereits entdeckt und benannt. Zahlreiche andere Energieformen warten noch darauf, wissenschaftlich erklärbar zu werden, wenngleich Tausende von Heilern, Schamanen, Yogis und Mystiker mit diesen Formen der Energien bereits seit Jahrtausenden arbeiten und heilen. Jeder Geistheiler oder Reiki-Praktizierende schließt sich an solche Energiequellen an: Das heißt, er fungiert als Empfänger und Sender zugleich, und gibt heilsame Schwingungen an andere Menschen weiter. Auch Yogis lernen, positive Schwingungen in sich aufzunehmen und negative Energien zu meiden. Im Alltag sind wir alle permanent von Schwingungen aller Art umgeben: Wir sind Empfänger und Sender. Feinfühlige Menschen erspüren "die dicke Luft" in Räumen, in denen soeben gestritten wurde. Kleine Kinder beginnen zu quengeln, wenn ihre Eltern unausgeglichen, wütend oder gestresst sind - auch dann, wenn diese es nach außen hin zu verbergen suchen. Manchmal können wir negative Energien anderer Menschen in uns aufnehmen, ohne dies zu wollen und ohne uns dessen bewusst zu sein. Und umgekehrt, übertragen wir vielleicht unseren eigenen Stress auf unserere Partner und Kinder. Diese Form der energetischen Interaktion geschieht allerorts und in jedem Augenblick. Unsere Gedanken haben eine große Kraft, und mittels unserer Gedanken lenken wir - oft ohne es zu wissen - den gesamten Verlauf unseres Lebens. Negative Gedanken sind die Hauptursache von Krankheiten, und vergiften unseren Geist und unseren Körper.
Jede Form von Heilung und innerem Gesundwerden setzt daher vorraus, dass wir die Welt, in der wir leben, begreifen: Uns selbst, unseren Geist, den Plan unserer Seele und unseren Gedankenapparat. Aber auch die Schwingungen, die uns permanent umgeben, und uns beeinflussen. Eine Schülerin sagte vor kurzem: "Während des Ausbildungsjahres zur Ayurveda-Masseurin habe ich ja vor allem so viel für's Leben gelernt", und eine andere: "Ursprünglich kam ich ja wegen Wellness in die Ausbildung ... aber jetzt weiß ich, dass ich die Ausbildung eigentlich aus einem ganz anderen Grund gemacht habe, dass ich etwas ganz anderes lernen sollte ..." Und so verstehen wir uns vor allem als eine LebensSchule, in der wir verschiedene ganzheitliche Heilverfahren und Heilkünste aufgreifen, um mit deren Hilfe das Leben selbst kennen und begreifen zu lernen, um darauf resultierend ein gesundes, glückliches und langes Leben gestalten zu können. . |
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